Oh du fröhliche, plastikfreie Zeit!

Oh du fröhliche, plastikfreie Zeit! 1200 795 Flustix

Flustix feiert dieses Jahr plastikfreie Weihnachten

Unser Müll- und Energieverbrauch steigt zu Weihnachten rasant an. Der BVSE spricht von ca. zehn Prozent mehr Abfall als im Jahresdurchschnitt, einige Quellen gehen sogar von rund einem Drittel mehr Müll aus. Das ist keine Überraschung, wenn man bedenkt, wieviel wir kurz vor Weihnachten konsumieren, um unseren Liebsten und uns selbst mit Geschenken etwas Gutes zu tun. In diesem Beitrag hat das Flustix-Team verschiedene Tipps für eine plastikfreie Advents- und Weihnachtszeit zusammengestellt.

Unsere Top-8 Tips damit der Weihnachtsmann dieses Jahr weniger Müll mit ins Haus bringen muss:

#1 – Ein Zeichen gegen Onlinehandel setzen

Wir lieben die Erde, warum nicht auch ihr mal ein Geschenk machen? Geht regional einkaufen oder macht eure Geschenke selber! Die steigenden Zahl an Geschenkekäufen via e-commerce sorgt durch Versandmaterialien für noch mehr Abfall. 30 Mio. Sendung mehr als im Vorjahr wurden laut Bundesverband Paket & Expresslogistik BIEK in 2017 geordert und versendet. Zur Weihnachtszeit schätzt das Versandunternehmen DPD sein Paketvolumen auf ca. 50 Prozent über der Menge eines durchschnittlichen Zustelltages. Danach Verpacken wir all die Waren sogar noch einmal extra in buntes, beschichtetes Papier oder sogar in Plastikfolie. Wie oft wollen wir verpacken, bevor wir Verwenden? Leider sind Versand- und  Verkaufsverpackung vom Hersteller meist nicht plastikfrei, besonders nicht, wenn wir uns jedes kleine Geschenk per Post zustellen lassen. Damit zumindest die Geschenkverpackung plastikfrei wird, könnt ihr hier unsere Life Hacks für Plastikfreie Geschenkverpackungen lesen.

#2 – Schenkt plastikfreie Produkte

Durch eine gezielte Auswahl unserer Weihnachtsgeschenke können wir in der Weihnachtszeit drastisch zur Reduktion von Plastikmüll beitragen. Unter Zuhilfenahme von Verbrauchersiegeln lässt es sich gezielt Ausschau nach plastikfreien Produkten halten. Wir geben zu, es ist nicht immer einfach, bei der Geschenkeauswahl komplett auf Plastik zu verzichten. Wenn es einmal nicht möglich ist, ein gänzlich plastikfreies Geschenk auszuwählen, so könnt ihr darauf achten, dass der Artikel unverpackt angeboten wird – oder Ausschau nach Produkten mit dem grünen Siegel Flustix plastikfrei „Verpackung“ halten. Anschliessend einfach das Geschenk mithilfe unserer Ideen plastikfrei verpacken, und damit die Menge an Verpackungsmüll weltweit reduzieren.

#3 – DIY Adventskalender: Wir sagen „Nein“ zu single-use!

Adventskalender haben Hochkunjunktur. Ursprünglich eine schöne Tradition, mit der Kinder in der Adventszeit bei Laune gehalten werden können, gibt es inzwischen Kalender mit Produktinhalt jedweder Art. Vom Nagellack- bis zum Fitness-Kalender ist alles dabei, in den meisten Fällen handelt es sich dabei um mehr oder weniger kleinformatige Waren, die aber umso aufwändiger verpackt wurden. Damit steigt die weihnachtsbedingte Müllmenge schon vor den Feiertagen rasant an. Ob man so einen Kalender wirklich braucht, bleibt jedem selbst überlassen. In unseren Augen sind vierundzwanzig verpackte Miniaturformate jedoch nicht besonders nachhaltig.

DIY-Adventskalender hingegen liegen dauerhaft im Trend und können nachhaltig sein. Wer ein echtes Zeichen in Sachen Plastikvermeidung setzen will, versucht seinen selbst gebastelten Adventskalender dieses Jahr vollständig plastikfrei zu gestalten. Mit etwas Fantasie ist das gar nicht so schwer: Selbstgenähte Beutel aus reinem Baumwollstoff oder Leinen, sowie kleberfreie Faltverpackungen aus Naturpapieren sehen nicht nur edel aus, sondern sind im nächsten Jahr wiederverwendbar und in der Regel vollständig recycelbar. Ausgemusterte Kleidungsstücke und Verpackungen eignen sich zum Upcycling, um dem Kalender eine individuelle Note zu verleihen. Woher kommt der Inhalt für die vierundzwanzig Päckchen? Plastikfrei verpackter Tee eignet sich zur Befüllung des Kalenders genauso gut, wie plastikfreie Kosmetik. Ein weiterer toller Geschenk-Tipp, der umweltbewusste Herzen höher schlagen lässt, ist ein Gutschein für den plastikfreien Supermarkt, nachhaltige Onlineshops oder einen Einkauf im lokalen Unverpackt-Laden. Weil wir im Weihnachtsshopping schnell unter Zeitdruck und damit in einen regelrechten Kaufrausch geraten können, sollten wir gerade in dieser Zeit  verstärkt auf Zertifikate und Labels achten, die uns Aufschluss über die Herkunft und Zusammensetzung der Produkte geben. Denn wie die zwei nachfolgenden Beispiele zeigen, ist nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, dass Alltags-Produkte Plastik enhalten.

#4 – Verstecktes Mikroplastik in Tees & Kerzen vermeiden

Tee trinken gehört zu einer gemütlichen Adventszeit einfach dazu. Doch wer hätte das gedacht? Konventionelle Teebeutel aus Papier sehen zwar ökologisch unbedenklich aus, enthalten aber geringe Mengen Plastik. Wir trinken es mit, als Mikroplastik landet es in unserem Körper. Warum nicht mal wieder losen Tee aufbrühen, z.B. unter Zuhilfenahme von einem schönen, plastikfreien Teesieb aus Edelstahl. Glücklicherweise wird das Thema „Plastik in Teebeuteln“ medial immer präsenter, so geraten Hersteller unter Druck, ihre Teebeutel und deren Verpackungen in Zukunft plastikfrei zu gestalten. Auch Kerzen können verstecktes Plastik enthalten. Herkömmliche Kerzen bestehen aus Paraffin, einem Abfallprodukt der Erdölindustrie. Das bedeutet, dass mit dem Kauf von Kerzen die Förderung von Erdöl und damit auch die Neuproduktion von Kunststoffen unterstützt wird, wenn auch indirekt. Hinzu kommt, dass viele Kerzen in Plastik verpackt angeboten werden, und damit unnötiger Verpackungsmüll anfällt. Man fragt sich warum – schliesslich versuchen 71 Prozent der Verbraucher in Deutschland, Plastikmüll beim Einkaufen zu vermeiden, wie die von KANTAR TNS durchgeführte Studie zeigt. Alternativen zu Paraffinkerzen sind zum Beispiel Bienenwachs- und Stearinkerzen, sowie Kerzen aus Pflanzenölen. Wer auf den gemütlichen Kerzenschein zur Weihnachtszeit nicht gänzlich verzichten möchte, darf selbst entscheiden, welche Variante seiner Meinung nach am umweltverträglichsten ist.

 

#5 – Plastikfrei Einkaufen auf dem Weihnachtsmarkt

Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt lässt sich gut mit dem Kauf von Weihnachtsgeschenken verbinden. Hier am besten zu regional produzierten Waren greifen, und dabei wieder darauf achten, nur plastikfrei verpackte oder unverpackte Produkte als Geschenke auszuwählen. Bienenwachskerzen werden fast überall angeboten, wer sich umschaut findet vielleicht sogar Händler, die mikroplastikfreie Kosmetik und Seifen anbieten. Süssigkeiten wie gebrannte Mandeln oder Zimtsterne können auch im selbst mitgebrachten Beutel abgepackt werden, hier lassen sich die gleichen Tipps und Tricks zur Plastikvermeidung wie beim Einkauf im Supermarkt anwenden.

 

#6 – Natürliche Deko & plastikfreier Glitter

Aus Materialien, die man bei einem winterlichen Waldspaziergang in der Natur sammeln kann, lässt sich weihnachtliche Deko ganz einfach selbst herstellen. Ein tolles Hilfsmittel, um Naturmaterialien weihnachtlich zu veredeln ist  zum Beispiel plastikfreier Glitzer. Wer mit Kindern gemütlich Basteln und auch dabei gänzlich auf Plastik verzichten möchte, kann inzwischen sogar auf plastikfreien Kleber zurück greifen. Dieser kann aus einfachen Zutaten selbst hergestellt werden. Aus Alt Mach Neu: Upcycling von ausgedienten Plastikverpackungen zu Dekorationszwecken ist manchmal sogar besser als das Entsorgen mit dem Hausmüll, denn hinter dem Begriff Recycling steht oft nur noch die thermische Verwertung, also Verbrennung. Es ist also gar nicht so schwer, beim weihnachtlichen Basteln auf Kunststoffe zu verzichten.

# 7 – Backen und Kochen geht auch ohne Kunststoff

Beim Backen kommen oft Hilfsmittel zum Einsatz, die sehr viel Plastik enthalten. Backwerkzeuge wie Teigschaber, beschichtete Kuchenformen, Silikonformen, Rührschüsseln und Küchenmaschinen enthalten Unmengen an verschiedenen Sorten Kunststoff. Auch Backpapier enthält verstecktes Plastik, ist schlecht oder gar nicht recycelbar und fällt noch dazu in die Kategorie „single use plastics“, also Einweg-Plastik. Tipps zur Vermeidung von Einwegplastik findest du hier. Welche Hilfsmittel brauche ich zum festlichen Backen wirklich? Ohne hier absoluten Minimalismus predigen zu wollen, glauben wir bei Flustix, dass mit etwas Kreativität in diesem Bereich gut auf Plastik verzichtet werden und das festliche Backen trotzdem Spass machen kann. Mit Hilfsmitteln aus Holz und Metall konnten schon unsere Großmütter köstliche Weihnachtsplätzchen backen. Eine tolle Idee, um gute Freunde oder auch sich selbst zu beschenken: plastikfreie Kochutensilien aus Gusseisen. Alte Pfannen, Töpfe und Kuchenformen mit Kunststoff-Beschichtung können in die Wertstofftonne gegeben werden. Gusseisen hat nicht nur eine höhere Lebensdauer, sondern sorgt auch dafür, dass das Weihnachtsmenü frei von Kunststoffrückständen bleibt. Aus Teflonbeschichtungen können sich nämlich Plastikpartikel lösen, die dann auf dem Teller und in unserem Körper landen…

 

#8 – Der Umwelt ein Geschenk machen: Engagement für die Natur zur Weihnachtszeit.

Warum nicht der Umwelt etwas gutes tun? Weihnachten ist die Zeit, wo am meisten gespendet wird, denn wir wollen nicht nur die Menschen beschenken, die uns Nahe stehen, sondern auch darüber hinaus Gutes tun. Aber letztlich ist doch die Natur unser aller größtes Geschenk. Schenken muss deshalb weder materiell, noch finanziell sein. Das neue Jahr und die damit verbundenen guten Vorsätze sind nicht mehr fern – warum nicht im nächsten Jahr mal am World Clean Up Day teilnehmen oder sogar ein eigenes Event gegen Plastikmüll auf die Beine stellen? Besonders spannende Strategien in Sachen Plastikvermeidung verfolgen unter anderem diese Organisationen, über die wir euch regelmäßig auf dem Laufenden halten.

Bitte niemals vergessen – Schenken muss nicht materiall sein! Wir freuen uns auf plastikfreie Weihnachten mit Euch und wünschen eine frohe Adventszeit.

 

 

 

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