Plastik

Wieso soll ich Plastik vermeiden, wenn es doch anscheinend recycelt wird?

Nicht jeder Kunststoff landet im Mülleimer. Am Strand verlieren wir unsere Flipflops, im Park vergessen wir die PET-Flasche oder die Bonbon-Verpackung. Früher oder später gelangt dieser Kunststoffmüll in unsere Flüsse und Meere und wird von Vögeln oder anderen Tieren mit Nahrung verwechselt. Das Problem: Plastik verrottet nicht. Größere Plastikteile sind eine Gefahr für Meereslebewesen und Vögel, die sich im Müll verfangen und verenden, wie man es auch vor unserer Haustür auf Helgoland bei den Basstölpeln beobachten kann. Kleinere Plastikteile werden von den Tieren mit Nahrung verwechselt, bis sie bei vollem Magen verhungern. Außerdem treten Chemikalien wie beispielsweise Weich- und Hartmacher aus den Kunststoffen aus. Diese sind schädlich für Mensch und Tier. Übrigens werden in Deutschland nicht einmal 45 Prozent des anfallenden Kunststoffmülls recycelt und der Pro-Kopf-Verbrauch steigt nach wie vor. Der Großteil wird immer noch energetisch verwertet – verbrannt, weil es wirtschaftlicher ist und/oder die Verpackungen aus minderwertigen Mischkunststoffen bestehen.

Fachlich verantwortlich: Malte Biss, Geschäftsführer der flustix GmbH