Verbraucherstudie

Was Verbraucher über Mikroplastik denken und was das für Ihre Produkte heißt

Mikroplastik ist in Deutschland fast jedem ein Begriff, und die Besorgnis ist hoch, bei den Umweltfolgen noch etwas stärker als bei den möglichen Gesundheitsfolgen. Wer Mikroplastikfreiheit belegen kann, hat damit ein Kaufargument. Wer sie nur behauptet, hat ab dem 27. September 2026 ein Haftungsrisiko.

Die Studie in vier Zahlen

93,7 %

Bekanntheit von Mikroplastik in Deutschland

76,6 %

der Befragten kannten den Begriff Mikroplastik bereits

4,49 / 5

Besorgnis über Umweltfolgen von Mikroplastik

4,13 / 5

Besorgnis über mögliche Gesundheitsfolgen

Wer die Studie gemacht hat

Eine repräsentative wissenschaftliche Untersuchung unter Beteiligung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und internationaler Forschungspartner. Analysiert wurden Bekanntheit von Mikroplastik, Verbraucherwissen, Umwelt- und Gesundheitswahrnehmung sowie die Auswirkungen auf Kauf- und Verhaltensabsichten.

Der Zusammenhang, auf den es ankommt

Verbraucher, die verständliche und glaubwürdige Informationen zu Mikroplastik bekommen, sind deutlich bereiter, ihr Verhalten anzupassen und sich bewusst für mikroplastikfreie Produkte zu entscheiden. Wissen führt zu Besorgnis, Besorgnis zu Handlungsbereitschaft.

Wo das Thema ankommt

Verbraucher verbinden Mikroplastik vor allem mit Produkten, die sie täglich nutzen oder konsumieren: Kosmetik, Körperpflege, Wasch- und Reinigungsmittel, Lebensmittel, Seafood sowie Haushalts- und Alltagsprodukte.

Warum ein Nachweis nötig wird

„Mikroplastikfrei" ist eine Umweltaussage und fällt damit unter die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie (EU) 2024/825, die ab dem 27. September 2026 greift. Belastbar kommunizieren lässt sich Mikroplastikfreiheit danach nur noch auf Grundlage einer unabhängigen Zertifizierung durch Dritte.

Das Problem dabei

Mikroplastik ist unsichtbar. Am Regal lässt sich nicht erkennen, ob ein Produkt welches enthält, und genau daraus entsteht die Unsicherheit beim Kauf. Ein unabhängiger Nachweis macht aus einer technischen Eigenschaft eine Information, der Verbraucher glauben können.

Sieben Nachweise

Welcher Nachweis passt zu Ihrem Produkt?

Mikroplastikfrei, Rezyklatanteil, Recyclingfähigkeit, PFAS-frei, plastikreduziert. Jedes Siegel steht für eine geprüfte Eigenschaft und ein öffentlich einsehbares Zertifizierungsprogramm.

Weiter im Detail

Warum gerade Unsichtbarkeit eine Chance ist

Mikroplastik ist für Verbraucher nicht zu sehen, nicht zu riechen und nicht zu schmecken. Genau daraus entsteht Unsicherheit beim Kauf, und genau dort wirkt ein unabhängiger Nachweis: Er macht eine Eigenschaft sichtbar, die niemand selbst prüfen kann. Wer Orientierung bietet, gewinnt Vertrauen, und Vertrauen entscheidet am Regal.

Ein Beispiel, das es schon gibt

Kneipp setzt mit flustix PRODUKTINHALT MIKROPLASTIKFREI bereits auf eine unabhängige und für Verbraucher verständliche Kommunikation von Mikroplastikfreiheit. Das Whitepaper führt es als Beispiel dafür an, wie aus einer technischen Eigenschaft eine Information wird, mit der jemand im Laden etwas anfangen kann.

Was die Zertifizierung dafür leistet

Vier Bestandteile: die unabhängige Prüfung durch akkreditierte Labore, eine wissenschaftlich begründete Bewertung der Produktinhalte, eine transparente Kommunikation gegenüber Verbrauchern und eine sichtbare Kennzeichnung direkt am Produkt. Zusammen machen sie aus einer komplexen Messgröße eine verständliche Verbraucherinformation.

Quelle: Janzik et al. (2026): „Is the public really concerned about microplastics?", Journal of Environmental Psychology
Stand: Juni 2026

Fachlich verantwortlich: Malte Biss, CEO & Founder of flustix

Mehr von uns

Weitere Studien und Vorträge

Eigene Verbraucherstudien, Fachunterlagen zu neuen Regularien und wissenschaftliche Ableitungen, alle auf einer Seite.