• Jetzt Termin buchen Jetzt Informationen anfordern

SUPD: Innovation fördern statt ausbremsen.

SUPD: Innovation fördern statt ausbremsen. 2560 1707 Flustix

Im Rahmen der EU-„Have Your Say“-Konsultation zur Evaluierung der Single-Use Plastics Directive (SUPD) haben wir unsere Stellungnahme eingereicht. Fokus unseres Beitrags: die aktuell fehlende quantitative Bewertungslogik bei minimalen Polymeranteilen in faserbasierten Produkten. Es muss klare, nachvollziehbare und vollziehbare Kriterien geben, um den innovativen Ansatz der SUPD zu erhalten.

Die praktische Realität innerhalb Europas zeigt inzwischen deutlich:

⚠ In Deutschland sind mehrere Gerichtsverfahren zur SUPD-Umsetzung anhängig.
⚠ Die Niederlande haben ihren 0,0 %-Ansatz aufgegeben und evaluieren die bisherige Vorgehensweise neu.
⚠ Frankreich hat die 0,1 %-Grenze aufgrund praktischer Nicht-Umsetzbarkeit zurückgezogen und befindet sich ebenfalls in der Evaluierung.
⚠ In Polen werden nach aktuellem Stand identische Produkte regional unterschiedlich bewertet – Produkte, die im Norden akzeptiert werden, werden im Süden teilweise abgelehnt.

Das Ergebnis ist ein regulatorischer Flickenteppich – teilweise sogar innerhalb einzelner Mitgliedstaaten.

Für Unternehmen, Behörden und Verbraucher ist diese Situation weder praktikabel noch langfristig tragfähig.

Unser Vorschlag

Wir setzen uns ein für einen 1. umfassenden, EU-weit harmonisierten quantitativen Schwellenwert, kombiniert mit einer 2. analytisch überprüfbaren Bewertungslogik sowie 3. einer stärkeren Orientierung an der tatsächlichen Recyclingrealität und den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Statt „0,0 %-Interpretationen“ braucht es 4. klare, nachvollziehbare und vollziehbare Kriterien, die konsistent angewendet und unabhängig überprüft werden können.

Denn faserbasierte Lösungen mit minimalen, technisch unvermeidbaren Polymeranteilen dürfen nicht regulatorisch genauso behandelt werden wie klassische kunststoffdominierte Einwegprodukte.

Ein einheitlicher quantitativer Ansatz erscheint aus unserer Sicht unumgänglich – für:

  • Behörden
  • Wirtschaft
  • Verbraucher
  • Vollzugssicherheit
  • Innovationsförderung
  • einen funktionierenden europäischen Binnenmarkt

und vor allem für die Umwelt – denn nur mit klaren, einheitlichen und praktisch überprüfbaren Regeln kann europaweit konsistent und wirksam gehandelt werden

Besonders wichtig ist, dass die notwendige technische und regulatorische Grundlage bereits existiert, unter anderem durch standardisierte Analytik, etablierte Recyclingmethoden und unabhängige Drittverifizierung.

Wir freuen uns über den fachlichen Austausch mit Industrie, Recyclingwirtschaft, Papier- und Verpackungssektor, Behörden und weiteren Stakeholdern.

Die 2017 in Berlin gegründete Organisation bietet sechs unterschiedliche flustix-Siegel: Die flustix LESS PLASTICS – MIN. xx% PLASTIC-FREE-Siegel zeichnen in Zusammenarbeit mit anerkannten Prüflaboren und akkreditierten Zertifizierungsstellen das Gesamtprodukt sowie jeweils die Verpackung oder das Produkt aus. Produkte, die auf den Einsatz von Mikroplastik verzichten, werden mit dem Siegel PLASTIKFREI – Produktinhalt Mikroplastikfrei transparent gekennzeichnet. Das Siegel flustix RECYCLED zertifiziert Rezyklate, Halbzeuge und Produkte mit Rezyklat-Anteil aus u. a. Plastik, Metall & Glas. flustix RECYCLABLE kommuniziert unabhängig die Recyclingfähigkeit von Verpackungen. Die flustix-Siegel dienen als Orientierungshilfe für Verbraucher und unterstützen somit Unternehmen in einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensstrategie und sicherer Nachhaltigkeitskommunikation.