PFAS-Nachweis nach PPWR: Regulatory Compliance made simple

flustix PFAS-FREE: PFAS-Nachweis nach der PPWR

Komplexe Lieferkette? Prüfen und kommunizieren Sie, was am Ende tatsächlich in Verkehr gebracht wird.

PFAS gehören zu den Stoffgruppen, die derzeit besonders stark in den Fokus von Regulierung, Wissenschaft und Öffentlichkeit rücken. Für die Verpackungsbranche ist daraus inzwischen eine sehr konkrete Anforderung geworden:

Seit dem 12. August 2026 gelten für Lebensmittelkontaktverpackungen erstmals unmittelbar PFAS-Grenzwerte nach Artikel 5 Absatz 5 der europäischen Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR).

Die Verordnung (EU) 2025/40 definiert drei relevante Schwellenwerte:

  • 25 ppb für einzelne mittels Target-Analytik bestimmte PFAS,

  • 250 ppb für die Summe der mittels Target-Analytik bestimmten PFAS,

  • 50 ppm für PFAS einschließlich polymerer PFAS.

Damit stellt sich für Hersteller, Marken und Importeure eine sehr praktische Frage:

Wie lässt sich belastbar nachweisen, dass die fertige Verpackung diese Anforderungen erfüllt – gerade wenn viele internationale Lieferanten, Materialien und Vorstufen beteiligt sind?

Die PPWR schreibt hierfür keine lückenlose Kette einzelner PFAS-Frei-Erklärungen sämtlicher Vorlieferanten als Nachweisverfahren vor. Entscheidend ist vielmehr, dass die Einhaltung der PFAS-Grenzwerte gemäß Artikel 5 Absatz 6 in der technischen Dokumentation nach Anhang VII nachgewiesen werden kann.

Vom Lieferkettendossier zum messbaren Endprodukt

Beschichtungen, Barrieren, Druckfarben, Klebstoffe, Additive, Recyclingmaterialien und wechselnde Rohstofflieferanten können eine Verpackung zu einem komplexen Gesamtsystem machen.

Die PPWR enthält zahlreiche Informationspflichten entlang der Lieferkette. Für den konkreten PFAS-Nachweis reicht jedoch die einfach dokumentierte Konformität der Verpackung selbst.

Gemessen wird die Verpackung in genau der Zusammensetzung, in der diese später in Verkehr gebracht wird.

Damit kann die unabhängige Prüfung und Zertifizierung der fertigen Verpackung den unmittelbaren Nachweis für die Einhaltung der PFAS-Grenzwerte liefern und in die technische Dokumentation nach Artikel 5 Absatz 6 und Anhang VII PPWR übernommen werden. Der PFAS-Nachweis muss damit nicht allein auf einer Vielzahl einzelner Lieferantenerklärungen, nahezu unendlich erscheinender Bürokratie, beruhen.

Dieser Ansatz wird durch die aktuelle PPWR-Guidance der Europäischen Kommission ausdrücklich gestützt: Nach Artikel 15 Absatz 2 kann der Hersteller das Konformitätsbewertungsverfahren selbst durchführen oder durchführen lassen. Die Kommission nennt hierfür ausdrücklich ein Labor oder ein Zertifizierungssystem als mögliche externe Stellen.
Damit ist die unabhängige externe Zertifizierung nach flustix PFAS-FREE kein von der PPWR losgelöstes Zusatzmodell, sondern ein ausdrücklich vorgesehener Weg innerhalb der PPWR-Konformitätsbewertung.

Regulatory Evidence: PFAS-Nachweis direkt am Endprodukt

„Gegenstand der unabhängigen Prüfung ist die tatsächlich in Verkehr zu bringende Verpackung.“

Abhängig von Verpackungsmaterial, Matrix und Risikoprofil umfasst dieser unter anderem:

  • produkt- und matrixbezogene Bewertung,

  • Target-PFAS-Analytik,

  • ergänzende Fluor- und Summenparameter,

  • Prüfung durch nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore,

  • Konformitätsbewertung und Zertifikatsausstellung.

Ein Prozess – regulatorisch nachweisen und sicher kommunizieren

Mit flustix PFAS-FREE entstehen in einem Prüf- und Zertifizierungsprozess zwei unmittelbar nutzbare Ebenen:

1. Regulatory Evidence
Unabhängiger analytischer Nachweis der PFAS-Grenzwerte am fertigen Produkt für die technische Dokumentation gemäß Artikel 5 Absatz 6 und Anhang VII PPWR – ohne einzelne Lieferantenerklärungen bürokratisch aufwendig führen zu müssen.

2. PFAS-FREE Certification
Neben der regulatorischen Nachweisführung ermöglicht die Zertifizierung, die geprüfte Produkteigenschaft auch gegenüber Kunden, Handel und Verbrauchern sichtbar zu kommunizieren.

Die flustix PFAS-FREE-Zertifizierung basiert auf einem unabhängigen Zertifizierungssystem mit definierten, öffentlich zugänglichen Anforderungen und externer Konformitätsbewertung. Damit adressiert sie die Anforderungen der Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EmpCo, ab 27. September) an glaubwürdige freiwillige Nachhaltigkeitssiegel und deren unabhängige Absicherung.

PFAS: vom Compliance-Thema zum Verbraucherthema

Wie schnell unsichtbare Chemikalien die öffentliche Wahrnehmung erreichen, zeigt sich am Beispiel von Mikroplastik.

Eine 2026 veröffentlichte Untersuchung unter Beteiligung von EFSA und BfR zeigt: 76,6 % der Befragten kennen Mikroplastik bereits; die Besorgnis über mögliche Umweltfolgen liegt bei 4,49 von 5, über mögliche Gesundheitsfolgen bei 4,13 von 5.

PFAS und Mikroplastik sind wissenschaftlich unterschiedliche Themen – kommunikativ ist die Herausforderung dieselbe:

Was Verbraucher weder sehen noch selbst beurteilen können, braucht glaubwürdige und unabhängig überprüfbare Bestätigung.

Genau hier verbindet flustix beides:

Fertiges Produkt prüfen.
PPWR-Nachweis schaffen.
Unabhängig zertifizieren.
EmpCo-konform kommunizieren.

PFAS Compliance. Made simple.

Mit flustix PFAS-FREE wird aus komplexer PFAS-Nachweisführung ein strukturierter Prozess – vom analytischen Nachweis am Endprodukt bis zur unabhängig abgesicherten Kommunikation.

Zum flustix Netzwerk gehören ausschließlich international akkreditierte Prüf- und Zertifizierungspartner.

Mehr Informationen:
https://flustix.com/pfas-free/

Mehr Hintergrund zu Verbraucherwahrnehmung und glaubwürdiger Kommunikation:
Whitepaper: Neue EFSA-/BfR-Studie – Verbraucher erwarten Orientierung bei Mikroplastik

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