Wir zertifizieren rechtssicher:
Kostenloser Claim-CheckFür Unternehmen
Es gibt keine abschließende Liste, aber eine brauchbare Ordnung: Siegel unterscheiden sich weniger in ihrer Strenge als in ihrem Gegenstand, also darin, was sie überhaupt prüfen.
Die Aufzählung zeigt das Muster: Die meisten bekannten Zeichen bewerten eine Produktgruppe oder eine Erzeugungsweise. Für eine einzelne, messbare Materialeigenschaft, wie sie EmpCo und PPWR verlangen, sind sie nicht gebaut.
Seit dem 27. September 2026 gibt es dafür einen rechtlichen Maßstab. Ein Nachhaltigkeitssiegel darf gegenüber Verbrauchern nur noch verwendet werden, wenn es von staatlichen Stellen festgesetzt wurde oder auf einem Zertifizierungssystem beruht, das seine Bedingungen öffentlich macht und vier Kriterien erfüllt: allen Unternehmen diskriminierungsfrei offenstehen, seine Anforderungen mit Sachverständigen erarbeiten, Sanktionen bis zum Entzug regeln und die Einhaltung durch einen unabhängigen Dritten überwachen lassen.
Praktisch prüfbar ist das an drei Dingen: Ist das Programm öffentlich einsehbar? Ist die bewertende Stelle akkreditiert, üblicherweise nach ISO/IEC 17065? Lässt sich das einzelne Zertifikat nachschlagen, etwa über eine Lizenznummer in einem öffentlichen Register?
Welches Siegel zu welcher Aussage passt, steht in der Siegelübersicht.
Grundlagen: Richtlinie (EU) 2024/825 (EmpCo) · Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) · ISO/IEC 17065 (Anforderungen an Zertifizierungsstellen)
Fachlich verantwortlich: Malte Biss, CEO & Founder of flustix