PPWR: EU-Verpackungsverordnung

Wer stellt ein PFAS-frei-Zertifikat für Lebensmittelverpackungen aus?

Ein Zertifikat stellt eine Zertifizierungsstelle aus, auf Grundlage eines veröffentlichten Programms und einer Laboranalyse. Das Labor selbst stellt kein Zertifikat aus, es liefert den Messwert.

Wogegen geprüft wird

Für Lebensmittelkontaktverpackungen gelten seit dem 12. August 2026 die Grenzwerte der PPWR: 25 ppb je einzelner PFAS in der gezielten Analyse, 250 ppb für die Summe der gezielt analysierten PFAS und 50 ppm für PFAS einschließlich polymerer PFAS. Der Gesamtfluorgehalt ist dabei nicht mit dem PFAS-Gehalt gleichzusetzen.

Wie das bei flustix läuft

Das Programm flustix PFAS-FREE arbeitet mit Target-Analytik und Fluor-Summenparameter, je Produktgruppe mit eigenen Grenzwerten, im Regelfall 10 bis 25 ppb je Zielsubstanz oder strenger. Gemessen wird in nach ISO/IEC 17025 akkreditierten Laboren, die Konformität bewertet eine Stelle nach ISO/IEC 17065. Das Ergebnis ist ein Zertifikat mit Lizenznummer, öffentlich nachschlagbar in der Zertifizierungsdatenbank.

Was kein Zertifikat ist

Eine Eigenerklärung „PFAS-frei" ohne Programm und ohne unabhängige Bewertung. Gegenüber Verbrauchern ist sie seit dem 27. September 2026 angreifbar, und im Streitfall zählt, ob die Aussage belegt ist.

Stand: September 2026

Grundlagen: Verordnung (EU) 2025/40 (PPWR) · ISO/IEC 17065 (Anforderungen an Zertifizierungsstellen)

Fachlich verantwortlich: Malte Biss, CEO & Founder of flustix